Die Wurzeln

Dank DRK-Sozialstation: In vertrauter Umgebung alt werden

Ladelund/Südtondern (hk) –Was tun, wenn man in den eigenen vier Wänden alt werden möchte, im Laufe der Jahre aber die Kräfte nachlassen und die Beschwerden nicht mehr einfach so beiseite gewischt werden können?

Antworten auf diese für alle, die ihr Leben lang selbst für sich sorgen konnten, ungewohnte Situation hat die DRK Sozialstation in Ladelund. Sie bietet die notwendige Hilfestellung für den Alltag an.  Über einfache Dienstleistungen bei der Hauswirtschaft, bis zur ambulanten Pflege, wenn es dann irgendwann einmal notwendig wird.

Ihre Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1995, als die Bundesrepublik die soziale Pflegeversicherung einführte. „Damals taten sich die bereits bestehenden Gemeinde-Krankenpflegestationen Achtrup, Ladelund und Enge-Sande zusammen.
„Die DRK Ortsvereine beschlossen mit den zehn Gemeinden des ehemaligen Amtes Karrharde, das Büro in Achtrup als Sitz einer gemeinsamen Sozialstation zu nutzen“, erinnert sich Friedlinde Grabert an die Anfänge der gemeindeübergreifenden, vom DRK organisierten und durchgeführten ambulanten Pflege.

Friedlinde Grabert ist Frau der ersten Stunde und heute Geschäftsführerin der DRK Sozialstation Karrharde / Leck / Süderlügum / Neukirchen gGmbH.

Parallel zum Amt Karrharde waren auch in den Kommunen Süderlügum/Neukirchen und Leck Sozialstationen gegründet worden; eine Zusammenarbeit schien schnell sinnvoll, so dass 2002 die Fusion mit Leck und 2004 mit Süderlügum/Neukirchen erfolgte. In diesem Zuge wurde dann auch die gemeinnützige GmbH gegründet – mit den DRK Ortsvereinen als Hauptgesellschaftern, an der aber auch – ein zum Vorteil aller bestens funktionierendes Alleinstellungsmerkmal – die Gemeinden weiterhin beteiligt sind.

2012 hat die gGmbH dann ihr Domizil nach Ladelund verlegt, wo ihre Büroräume nun Teil eines ganz besonderen Wohnprojektes sind. „Im Rahmen unserer ambulanten Pflegearbeit sehen wir nicht selten, wie einsam manche Menschen im Alter leben und wohnen und um ihnen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung und zugleich mit helfenden Händen in unmittelbarer Nähe zu ermöglichen, haben wir hier in der Ladelunder Bergstraße eine Wohnprojektgesellschaft mit insgesamt 37 Mietern ins Leben gerufen“, berichtet Friedlinde Grabert vom „jüngsten Kind“ des DRK in Südtondern.

Von hier aus starten aber nun auch täglich die 21 DRK-Fahrzeuge, um „ihren“ rund 150 Senioren zwischen Neukirchen und Bramstedtlund, zwischen Süderlügum und Enge-Sande vom Aufstehen bis zum Zubettgehen ein Gefühl der Sicherheit und der Geborgenheit in ihrem vertrauten Zuhause zu geben. „Ursprünglich haben wir mit drei Gemeindeschwestern angefangen, heute umfasst unser eingespieltes Team 24 examinierte Krankenschwestern, Altenpfleger und Schwesternhelfer sowie sieben Hauswirtschafts- und drei Bürokräfte. Hinzu kommen unsere vier Ehrenamtler, die Essen ausfahren, und ein Mitarbeiter, der für unseren in Eigenregie betriebenen Hausnotruf zuständig ist.“ Viele von ihnen seien schon jahre-, einige sogar jahrzehntelang dabei, freut sich die Geschäftsführerin. „Das zeichnet uns ganz besonders aus und zeigt, mit wie viel Herzblut wir uns engagieren.“